Design Thinking
Design Thinking ist ein Teil des Innovationsmanagements und damit ein Teil des Corporate Marketing. Wir haben bei veedo. unseren eigenen Weg gefunden, mit Design Thinking zu einem effizienten und innovativen Ergebnis zu kommen. Wir kombinieren Corporate Marketing mit technischem Know-How und Kreativität.
Zur Vereinfachung fassen wir die Begriffe Prozesse, Unternehmen, Geschäftsideen, Dienstleistungen und Produkte unter dem Begriff Produkt zusammen.
Rooting bedeutet, dass wir der Sache auf den Kern gehen und sie in ihre Eigenschaften aufteilen. Dabei beachten wir neben der Technik auch den Marketing-Mix (Produkt, Preis, Vertrieb und Kommunikation), den Wettbewerb und die Nutzeranforderungen.
Structuring ist der erste Prozess, in dem bereits ein schlankes und innovatives Produkt entsteht; dessen Mehrwert ist die Ausarbeitung der Kernelemente. Dadurch sinken langfristig Produktions- und Prozesskosten. Ebenfalls können dann zukünftige Entwicklungen besser geplant und kommuniziert werden.
Synergizing erweitert ein bereits strukturiertes Produkt um neue Eigenschaften. Dabei bleibt das Produkt schlank, denn der Zusatznutzen entsteht aus den Prototypen der zuvor analysierten und selektierten Kunden- und Produktmerkmale.

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Design Thinking im Detail
Entstehung des Design Thinking
Design Thinking ist eine relativ junge Disziplin, die aus dem Industriedesign hervorgegangen ist. Die Innovationsagentur IDEO entwickelte diesen iterativen und nutzerorientierten Ansatz, mit dem erklärten Hauptziel, den kreativen Schaffensprozess in eine Struktur zu bringen, um spätere Fehlentwicklungen zu vermeiden.
Natürlich gab es schon vorher Menschen, die in diesen Bahnen gedacht haben, aber es ist eine Bereicherung für die Produktentwicklung und andere Re- und Neustrukturierungsprozesse, dass im Design Thinking ein modellhafter Arbeitsprozess vorgegeben ist, der auch die Arbeitskultur aller Beteiligten verbessert.
Das Design Thinking eine zukunftsorientierte Methode, im Rahmen der Konzeptentwicklung ist, zeigen die US Universität Stanford (Hasso Plattner Institute) und das SCE (Strascheg Center for Entrepreneurship) in München. Beide Einrichtungen unterrichten Design Thinking und arbeiten auch eng mit Industriepartnern zusammen.
Merkmale des Design Thinking
Beim Design Thinking behält das Designteam einen großen Teil seines kreativen Spielraums.
Denn man bewegt sich in iterativen Schleifen an einem Pfad entlang und hat so die Möglichkeit, erarbeitete Punkte immer wieder zu betrachten. Demgegenüber steht das klassische Wasserfallmodell, das vorsieht, dass Aufgaben sequentiell – also nacheinander – abgearbeitet werden. Wir bei veedo. haben erkannt, dass beides notwendig ist und einen sequentiell iterativen Prozess entwickelt. Denn zu viel kreativer Freiraum kann dazu führen, dass sich ein Team in Spielereien verliert und unkalkulierbare Kosten verursacht, während ein reiner Fokus auf klassische Herangehensweisen, nicht die gewünschten Innovationsschübe erreicht. Der veedo. Ansatz ist darauf ausgelegt, in kurzer und festgelegter Zeit, qualitativ hochwertige Ergebnisse zu liefern. Erfolge sind in Projekten schnell zu sehen.
Bei dieser Art der Produktentwicklung werden sowohl technische, emotionale und ökonomische Dimensionen beachtet, damit das Ergebnis nutzerorientiert und rentabel ist.
Nutzerbefragungen, Prototypen und iterative Neuversuche können ebenso Bestandteil der Entwicklung sein, wie die Anwendung von Brainstorming, Journeys und anderen Kreativtechniken. Der Qualitätsunterschied von Design Thinkern, zeigt sich in der effizienten Kanalisierung von Daten und Informationen sowie der synergetischen Zusammensetzung dieser zu innovativem und anwendbarem Wissen.
Damit ist Design Thinking eine Methode, die ein hohes Maß an Problemlösungskompetenz und Empathie erfordert. Denn die zu lösenden Aufgaben werden in ihre Einzelbestandteile zerlegt und auf ihre Kernfunktionalitäten und peripheren Eigenschaften hin untersucht. Im Anschluss wird aus den Erkenntnissen eine neue Struktur modelliert. Dabei ist es nicht selten, dass mehr als ein richtiger Lösungsansatz entsteht.
Teamaufbau beim Design Thinking
Gerade Teams, die sich dem Design Thinking zuwenden, sollten interdisziplinär und sozial kompetent sein. Denn es gilt, die unterschiedlichen beruflichen Qualifikationen und Ansichten, zu einem wirkungsvollem Konsens zu bringen.
So können - als Team - Designer, Marketing Experten, Ingenieure, Programmierer, Betriebswirte, Handwerker und andere Berufsgruppen im Design Thinking Prozess besonders innovative Konzepte hervorbringen. Dabei sind gerade die Teammitglieder wertvoll, die aus mehr als einer Perspektive berichten können. In der Fachliteratur wird hier zunehmend von T-Shaped Professionals gesprochen. Das sind Persönlichkeiten die den Generalisten (breites Branchenwissen) und den Spezialisten (tiefes Branchenwissen) in sich vereinen.
veedo. legt bei der Auswahl der Teammitglieder ganz besonderen Wert auf diese Art der Interdisziplinarität. Denn jedes Teammitglied hat einschlägige und langjährige Berufserfahrung in mindestens zwei unterschiedlichen Branchen. Das Nebenprodukt dieser Arbeitsweise ist eine Menge Spaß und vor allem ein enormer Zuwachs an Neuwissen für Auftraggeber und Auftragnehmer. Denn Design Thinking bei veedo. fordert und macht tatsächlich Spaß.
Der iterative Prozess des Design Thinking
Die sechs am häufigsten genannten Stationen im Design Thinking sind: Verstehen, Beobachten, Status definieren, Idealisieren , Prototyping und Testen. Dabei bewegt sich das Team in ständigen Schleifen vorwärts.
Der Design Thinking Prozess definiert keine festen Punkte an denen bewusst gestoppt wird, um im Review den aktuellen Status zu prüfen. Es wird im Design Thinking sogar bewusst jedes Fragment so lange und so häufig in Frage gestellt, bis es zwischen den Einzelteilen des Ganzen keine Reibung mehr gibt.
Da selbst durch einen solch kreativen und intensiven Prozess nicht alle Entwicklungen antizipiert werden können, haben wir bei veedo. Design Thinking mit der modernen Management Methode Scrum kombiniert.
So entsteht für den Auftraggeber schon nach dem Abschluss der ersten Phase (Rooting) eine transparente und schlüssige Arbeitsgrundlage. Da in den nachfolgenden Phasen des Structuring und Synergizing bereits Produktvorlagen und Produkte entstehen, haben unsere Kunden volle Kostenkontrolle über den gesamten Prozess und in allen drei Phasen die Möglichkeit, das Projekt alleine fortzuführen oder zu erweitern.
Mögliche Ergebnisse im Design Thinking
Das „Keep the Change ®“ Programm der Bank of America ist ein typisches Innovationsprodukt des Design Thinking. Die im Oktober 2005 gestartete Kampagne war eine Antwort auf die rückgehende Sparquote der Privatkunden. Da das Geschäftsmodell einer Banken in der Reinvestition des vom Kunden angelegten Geldes liegt, verlor die Bank durch die sinkenden Spareinlagen Geld. Beobachtungen ergaben, dass die Privathaushalte zwar sparten, aber ihr Geld nicht bei der Bank anlegten. Vielmehr wurde das Wechselgeld im klassischen Sparschwein oder Einmachglas aufbewahrt. In Summe ein Millionenverlust für die Bank of America.
Es galt also, das Wechselgeld vor dem Sparschwein zu „schützen“ und direkt auf ein Sparkonto zu schicken. Glücklicherweise gibt es in Amerika eine ausgeprägte Trinkgeld und Kreditkartenkultur und so war es kein weiter Weg „Keep the Change ®“ einzuführen. Das Prinzip ist so einfach wie genial: Jeder gezahlte Betrag wird zum nächsten Dollar aufgerundet und die Differenz von der Girokarte auf das eigene Sparkonto des Kunden überwiesen. So sparen Sie schon beim Kauf des morgendlichen Kaffees Geld.
Stellen Sie sich vor, Ihr Kaffee kostet 3,50$ und Sie zahlen 4,00$ dafür. Davon gehen 50¢ automatisch auf Ihr Sparkonto, anstatt zwischen den Sofaritzen verloren zu gehen... Das ist am Ende des Jahres ein gutes Sümmchen. Laut Tim Brown, konvertierten 2,5 Millionen Kunden zu „Keep the Change ®“. Das Ergebnis waren mehr als 700.000 neue Giro- und mehr als 1 Millionen neue Sparkonten.
Es ist nicht unwahrscheinlich auf klassischem Wege zu solch dramatischen und kundenfokussierten Innovationen (human centered innovation) zu kommen, jedoch ist es durch Design Thinking leichter, schneller und damit wahrscheinlicher und weniger kostenintensiv.